Die "Rote Kapelle"
Wer steckt hinter der Bezeichnung „Rote Kapelle"?
Die „Rote Kapelle" war ein von der Gestapo geprägter Fahndungsbegriff für eine vermeintlich kommunistische Organisation von Regimegegnern. Tatsächlich aber handelt es sich um ein 1940/41 entstandenes loses Netzwerk aus sieben Berliner Freundes- und Widerstandskreisen. Diesen gehörten mehr als 150 Frauen und Männer unterschiedlichster sozialer Herkunft und weltanschaulicher Auffassungen an.
Was hat eine Berliner Widerstandsorganisation mit Brandenburg zu tun?
In verschiedenen Orten in Brandenburg arbeiteten, lebten oder trafen sich die Mitglieder der Widerstandsorganisation in ihrer Freizeit. Diese Orte lagen in Wildpark-West, Krampnitz, Kleinmachnow, in der Schorfheide, im Spreewald, im Summter Wald, an der Schmölde, in Liebenberg, Lehnitz, Velten und Marquardt bei Potsdam. Die Ausflüge dienten der Erholung und freier Kommunikation. Von diesen subversiven Begegnungen ging Ermutigung aus, sie bestärkten die Beteiligten in ihrer nazikritischen Haltung. Hier entstand ein der Nazi-Ideologie entgegen-gesetzter, sie unterlaufender kultureller und politischer Zusammenhalt.
Weiterführende Informationen und Literaturangaben (92,83 kB)
